Allgemeine Informationen

Das DFG-Schwerpunktprogramm "Antarktisforschung" ist, mit aktuell ca. 2,7 Mio Euro Fördervolumen, das bedeutendste Förderinstrument für die deutsche Antarktisforschung. Antragsberechtigt sind Wissenschaftler deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen, die in der Antarktis forschen wollen.

Jedes Jahr können Anträge eingereicht werden. Stichtag ist i.d.R. der 1. November eines jeden Jahres. Bei einer Bewilligung beginnt die Förderung des Projekts ab Juli des folgendes Jahres.

Etwa einen Monat vor diesem Abgabetermin veranstaltet das Koordinationsbüro des SPP einen Koordinationsworkshop (siehe "Workshop"-Link), auf dem zukünftige Antragsteller ihre Anträge kurz präsentieren und laufende Projekte und Fortsetzungsantragsteller per Poster von ihren Ergebnissen berichten. Der Koordinationsworkshop bietet den Antragstellern auch die Möglichkeit, ihre Anträge zu bündeln und/oder logistische Fragestellungen der einzelnen Projekte eventuell abzustimmen.

Anträge mit allen Anlagen und dem "Begleitformular zur Antragsstellung im SPP 1158" müssen über das ELAN-Portal der DFG eingereicht werden. Infos und Hinweise zum ELAN-Benutzerkonto und zur Antragstellung über das DFG-ELAN-Portal finden Sie hier.

zur Anlage des ELAN-Antragsstellungsbenutzerkontos für den Antrag im SPP-Antarktisforschung können unter dem nachfolgenden Link angesehen werden:

Zusätzlich senden Sie bitte ein Exemplar Ihres Antrag mit dem "Begleitformular zur Antragstellung im SPP" und den Formulardaten (Kopie von den Daten beim Einreichen des Antrags im ELAN-Portal (siehe Beispiel) aber ohne weitere Anlagen per Mail an das Koordinationsbüro des SPP (julia.regnery(at)uni-rostock.de).

Bitte reichen Sie Ihren Antrag gemäß der Merkblätter 50.01, 50.05 und 54.01 ein (auch unter Downloads verfügbar).

Die Anträge sind in Englisch zu verfassen. Der Kostenplan ist sowohl in Englisch als auch in Deutsch darzulegen.

Neuanträge können für eine Förderperiode von bis zu drei Jahren gestellt werden. Es besteht die Möglichkeit Einzelanträge (ein Hauptantragsteller), gemeinsame Anträge (mehrere Hauptantragsteller mit separat ausgewiesenen Kosten) und Projektbündel (Einzel- und gemeinsame Anträge als Projektverbund) einzureichen.

Für Fortsetzungsanträge gilt weiterhin eine einjährige Förderperiode. Dazu wählt man bei Fortsetzungsanträgen in ELAN sein bereits laufendes Projekt aus, zu dem ein Fortsetzungsantrag einreicht werden soll. Über den verlinkten Projekttitel gelangen man in das Antragsformular.

Dem Antrag ist das Begleitformular zur Antragsstellung im Schwerpunktprogramm "Antarktisforschung mit vergleichenden Untersuchungen in arktischen Eisgebieten SPP 1158" beizulegen.

Im Schwerpunktprogramm „Antarktisforschung" ist eine Kooperation für außeruniversitäre Einrichtungen wie im Normalverfahren (d.h. 51 % der Mittel bei einem Universitätspartner) erwünscht. Ausnahme ist hierbei der Antrag auf Einwerbung einer eigenen Stelle.

Für Doktorandenstellen gilt, dass diese 67 % einer vollen Wissenschaftlerstelle umfassen (2/3-Stelle).

Unter "Andere antragsbeteiligte Personen" sind im Online-Verfahren nur Kooperationspartner/innen oder Wissenschaftler/innen anzugeben, die einen signifikanten Beitrag (inhaltlich eigenständigen Beitrag) zum Projekt leisten.

 

Logistische Planung

Beteiligung an Unternehmungen des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung:

Dem AWI ist es grundsätzlich nicht möglich, die Reise- und Transportkosten zum und vom Einsatzhafen der FS POLARSTERN für institutsfremde Wissenschaftler/innen zu tragen. Mittel hierfür sowie ggf. Kosten für medizinische Untersuchungen und Bergtrainingskurse können bei der DFG beantragt werden und müssen im Kostenplan des Antrags spezifiziert werden.

Falls Fahrten mit FS Polarstern vorgesehen sind, geben Sie bitte die entsprechende Code-Nr. in Ihrem Antrag an (Infos siehe "Logistik"-Link). Auch wenn Sie eine Polarexpedition ohne Hilfestellung des AWI planen, ist das AWI darüber zu informieren.

Beteiligung an anderen inländischen (z.B. BGR Hannover) oder ausländischen Unternehmungen:

Es können Mittel für entsprechende Kosten bei der DFG beantragt werden, soweit sie nicht aus der Grundausstattung oder Sondermitteln des betreffenden Instituts bzw. der gastgebenden Institution abgedeckt werden. Hierbei ist vorher zu prüfen, ob benötigte Geräte und Ausrüstung leihweise vom durchführenden Forschungsinstitut zur Verfügung gestellt werden können.

Forschungsarbeiten im Dallmann-Laboratorium auf King George Island:

Die Nutzung des Dallmann-Labors muss angemeldet werden bei der „German Coordination Dallmann-Laboratory", Herrn Prof. Dr. Thomas Brey, Alfred-Wegener-lnstitut, 27568 Bremerhaven,Email: thomas.brey@awi.de, Tel. 0471/4831-1300.

Forschungsarbeiten an der Deutsch-Französischen Arktis-Forschungsbasis AWIPEV (vormals Koldewey-Station) Spitzbergen:

Hier geplante Forschungsaufenthalte müssen im jeweiligen Vorjahr bis zum 30. September beim Koldewey-Sekretariat des AWI Potsdam angemeldet werden, siehe www.awipev.eu/en/science/. Weitere Informationen bei Herrn Dr. Roland Neuber (Roland.Neuber@awi.de)

Genehmigungspflicht von Forschungsaktivitäten in der Antarktis:

Das Gesetz zur „Ausführung des Umweltschutzprotokolls vom 4. Oktober 1991 zum Antarktisvertrag" ist zu beachten. So stehen wissenschaftliche Tätigkeiten in der Antarktis, die in der Bundesrepublik Deutschland organisiert wurden oder von ihrem Hoheitsgebiet ausgehen, unter Geneh- migungsvorbehalt. Sollen in Ihrem Antrag Forschungsaktivitäten in der Antarktis geplant sein, müssen die hierfür erforderlichen Anzeige- bzw. Genehmigungsverfahren durch das Umweltbundesamt möglichst vor der Antragseinreichung bei der DFG abgeschlossen sein.

Einhaltungen der Vorschriften des antarktischen Umweltschutzes:

Das Umweltschutzprotokoll zum Antarktisvertrag erfordert, dass alle Antarktisforscher/-innen in die Vorschriften des antarktischen Umweltschutzes eingewiesen werden. Aus diesem Grund wird jährlich ein zweitägiges Seminar mit Schwerpunkt Umweltschutz vom Alfred-Wegener-lnstitut abgehalten. Sämtliche Personen, die in der Antarktis wissenschaftliche Arbeiten durchführen, sind verpflichtet daran teilzunehmen. Das Alfred-Wegener-lnstitut wird zum erforderlichen Zeitpunkt gesondert einladen. Sollten Sie hierfür Reisemittel benötigen, können diese direkt beim Koordinator des Schwerpunktprogramms, Herrn Professor Dr. Ulf Karsten, beantragt werden.

Rückfragen und Ansprechpartner:

Rückfragen formaler Art bitte an Frau Ute Bennerscheid (0228/885-2455, Ute.Bennerscheid@dfg.de).
Fachfragen bitte an Frau Dr. Susanne Faulhaber (0228/885-2363, Susanne.Faulhaber(at)dfg(dot)de).