How omnivorous is Antarctic krill (Euphausia superba) - are there regional/seasonal and ontogenetic differences? A comparision of established and new approaches

 

Antragstellerin

Dr. Katrin Schmidt 
Natural Environment Research Council (NERC)
British Antarctic Survey

 

Projektbeschreibung

Antarktischer Krill, Euphausia superba, ist im Südlichen Ozean von großer Bedeutung für biogeochemische Stoffkreisläufe, die Funktion von Nahrungsnetzen und die Fischerei. Allgemein wird angenommen, dass Krill herbivor ist. Neuere Daten und Modelle zeigen aber, dass die Art durch omnivore Ernährung ihr Überleben sichern kann. Ein Grund für widersprüchliche Ansichten über Hauptnahrungsquellen des Krills sind möglicherweise die verschiedenen Untersuchungsmethoden, die alle Mängel aufweisen und über unterschiedliche Zeitskalen integrieren. Die Nahrung des Krill kann sich aber auch mit Alter und Phytoplanktonabundanz ändern. Unsere Hypothese ist, dass postlarvaler Krill sich im Sommer und Herbst in wesentlichem Maße von Copepoden ernährt, sofern das Phytoplankton nicht blüht. Das trophische Niveau des Krill soll in verschiedenen Gebieten und Jahreszeiten untersucht und dabei 3 Methoden gleichzeitig angewandt werden. Diese sind die Darminhaltsanalyse, Messung stabiler Isotopen (einschließlich der neuentwickelten Analyse einzelner Aminosäuren) und Fettsäurebiomarker. Die Studie wird zeigen, ob die Methoden im wesentlichen zu gleichen Ergebnissen führen und wie man sie am besten kombinieren kann. Die Arbeit schließt sich inhaltlich an ein gerade beendetes BMBF-Projekt in Deutschland an, und wird von den Fachkenntnissen der beiden Forschungsteams an den Gastinstituten, British Antarctic Survey und Georgia Institute of Technology, profitieren.

 

DFG-Verfahren: Infrastruktur-Schwerpunktprogramme

Förderung von 2003 bis 2007