Rundbrief Nr. 23 vom 11.01.2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,


wir hoffen, dass Sie gut in das neue Jahr 2017 gestartet sind. Dieser Rundbrief soll Ihnen Auskunft über die laufende Antragsrunde im Schwerpunktprogramm geben. Außerdem möchten wir Sie kurz über den Stand des Fortsetzungsantrags des Schwerpunktprogramms informieren, sowie weitere Informationen für das neue Jahr mitteilen.


Diesjährige Antragsrunde

In diesem Jahr wurden 38 Anträge von 59 Antragstellern im SPP eingereicht. Davon 34 Neu- und 4 Fortsetzungsanträge. Das Antragsvolumen beläuft sich auf ca. 8,5 Mio. €. Die Antragszahl ist mit der des Vorjahres vergleichbar, das Antragsvolumen ist gegenüber des letzten Jahres wieder leicht angestiegen. Dennoch hoffen wir auf ähnliche gute Bewilligungsquoten wie im vergangenen Jahr. Erfreulich ist auch in dieser Antragsrunde wieder, dass mehr als 75% des Antragsvolumens von Universitäten und Hochschulen beantragt wurden. Dies unterstreicht, dass weiterhin ein großes Interesse an Polarforschung an den Universitäten besteht. Außerdem zeigt es auch die gute Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Forschungsinstituten. Wie auch schon in den Jahren zuvor gestaltet sich die klassische Eingruppierung in die formalen Teilgebiete Biowissenschaften, Geowissenschaften und Physik/Chemie als schwierig, es lässt sich aber sagen, dass knapp die Hälfte der Anträge einen biologischen Schwerpunkt haben. Bei der Einordnung in die vier interdisziplinären Themen des Schwerpunktprogramms "Development of the Continent", "Gateways to Lower Latitudes", "Dynamics of Climate System Components" und "Response to Environmental Change" lag der Fokus der meisten Projekte wie auch im Vorjahr auf dem Topic "Response to Environmental Change" (82% der Anträge). Aber auch die anderen Themen waren sehr gefragt (32% "Development of the Continent", 45% "Gateways to Lower Latitudes", 29% "Dynamics of Climate System Components"). Da es sich um übergreifende Forschungsthemen handelt, waren Mehrfachantworten für die Einordnung möglich, sodass die Summe der Prozentangaben über 100% liegt. Erfreulich ist, dass sehr viele Anträge in mehr als eine der SPP-Topics eingruppiert wurden, was eindeutig die übergreifende Interdisziplinarität der einzelnen Themengebiete zeigt. Die DFG stellt derzeit die Prüfgruppe für die Panel-Begutachtung zusammen. Diese wird sich Anfang März treffen und Förderempfehlungen für die endgültigen Entscheidungen durch den Hauptausschuss der DFG aussprechen. Laut Aussage der DFG werden viele Gutachter/innen aus dem letzten Jahr wieder im März dabei sein. Ein genauer Termin konnte noch nicht bestätigt werden. Die Förderempfehlungen werden dem Koordinationsteam mitgeteilt, das in Person des Gesamtkoordinators für Fragen der Prüfgruppe bei der Sitzung zur Verfügung stehen wird. Mit schriftlichen Bescheiden ist jedoch erst im Juli 2017 zu rechnen.


Fortsetzungsantrag des Schwerpunktprogramms für die Förderperiode 2019-2024

Ende Oktober 2016 wurde der Fortsetzungsantrag des Schwerpunktprogramms für den Zeitraum 2019 bis 2024 bei der DFG eingereicht. Der Antrag setzt sich zusammen aus einer kurzen Einführung, einem umfangreichen Bericht der laufenden Programmphase sowie einer Darstellung des wissenschaftlichen und administrativen Zukunftskonzeptes für die beantragte nächste Phase. Im Berichtsteil wurde das derzeitige Programmkonzept aufgegriffen und ausgewählte wissenschaftliche Highlights zu den einzelnen Fragestellungen aus den letzten Jahren hervorgehoben. Zusätzlich wird der Bericht durch eine umfangreiche Dokumentation im Anhang (bewilligte Projekte, begutachtete wissenschaftliche Veröffentlichungen, Beiträge auf internationalen Tagungen, Abschlussarbeiten) gestützt.
Das Zukunftskonzept für die kommende SPP-Phase beruht weiterhin auf der Grundidee der laufenden Programmphase. Es stehen wieder vier übergeordnete interdisziplinäre Themenfelder im Vordergrund, wobei zwei der Topics ("Dynamics of Climate System Components" und "Response to Environmental Change") auch für das neue Zukunftskonzept übernommen wurden, eines wurde angepasst („Linkages with Lower Latitudes“) und ein neues umfassendes Themengebiet herausgearbeitet („Improved Understanding of Polar Processes and Mechanisms“). Beim neuen Konzept sind die interdisziplinären Themenfelder zusätzlich um hochaktuelle spezifische Fragestellungen ergänzt worden, die für die nationale und internationale Polarforschung von maßgeblicher Bedeutung sind.
Eine wichtige Änderung für die nächste Programmphase ergibt sich für die geologische Forschung, da dann nur noch Anträge zugelassen werden, die bis zum Beginn der Vereisung der Antarktis vor rund 40 Millionen Jahren zurückreichen. Geologische Zeiträume davor („hard rock geology“) sollen zukünftig nicht mehr im Rahmen von SPP geförderten Projekten betrachtet werden.
Der SPP-Fortsetzungsantrag wird ebenfalls bei der Sitzung der SPP-Prüfgruppe im März vom Koordinator vorgestellt und diskutiert. Anschließend wird er vom DFG-Vorstand und vom DFG-Senatsausschuss für Perspektiven der Forschung beraten, ehe der DFG-Senat die abschließende Entscheidung über die Fortführung des Programms fällen wird. Wir hoffen, dass wir Sie mit dem nächsten Rundbrief genauer darüber informieren können.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die sich die Zeit genommen haben, die wichtigen Zuarbeiten zum Bericht zu liefern und uns in der Entwicklung des neuen Konzepts tatkräftig unterstützt haben. Nur durch Ihre Arbeit, Ergebnisse und Ideen konnte dieses Programm so lange bestehen und wird es hoffentlich auch weiterhin.


Koordinationsworkshop 2017

Wir möchten an dieser Stelle schon einmal das Datum und den Ort des nächsten Koordinationsworkshops zur Vorbereitung der kommenden Antragsrunde bekannt geben. Dieser wird vom 13.-15. September 2017 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Matthias Braun stattfinden. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor! Detailliertere Informationen zum Workshop, zur Anmeldung/Unterkunft und zur Anreise werden wir Ihnen im nächsten Rundbrief mitteilen.

Wir möchten auch nochmal darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an dem SPP Koordinationsworkshop verpflichtend ist für 1. alle Neuantragsteller/innen (Vortrag), und 2. für alle aktuell geförderten Projekte (Poster).
Im November diesen Jahres (voraussichtlich wieder zum 02.11.2017) ist zum letzten Mal in der laufenden Programmphase eine Antragstellung für bis zu drei Jahren möglich.


27. Internationale Polartagung 2018

Hiermit möchten wir Ihnen auch schon den Termin für die 27. Internationale Polartagung der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung e.V. mitteilen. Diese wird vom 18.-23. März 2018 an der Universität Rostock stattfinden. Auch dieses Mal wird im Rahmen der Polartagung das Berichtskolloquium des Schwerpunktprogramms stattfinden. Weitere Informationen folgen in Kürze.


Weitere Bekanntmachungen

Ulf Karsten wurde am 6.12.2016 als neues Mitglied des Deutschen Nationalkomitees von SCAR/IASC durch den Präsidenten der DFG für die Periode 2017-2019 ernannt. Weiterhin wurde er als Vorsitzender der Kommission unabhängiger wissenschaftlicher Sachverständiger (§ 6 Abs. 4 AUG) für das Jahr 2017 bestätigt.


Beste Grüße und viel Erfolg für das neue Jahr im Namen des gesamten SPP-Koordinationsteam wünschen


Ulf Karsten, Petra Quillfeldt, Frank Lisker, Boris Koch, Matthias Braun und Julia Regnery