Polarforscher stimmen im Schloss Wahn ihre Aktivitäten ab
von Prof. Dr. Martin Melles, 12.10.2008

Mehr als 60 deutsche Polarforscher aus 26 universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind am 10. und 11. Okt. 2008 im Schloss Wahn der Universität zu Köln
zusammengekommen, um ihre aktuellen und zukünftigen Forschungsprojekte abzustimmen, die im Rahmen des Schwerpunktprogramms „Antarktisforschung“ von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft durchgeführt werden bzw. geplant sind.
Dieses von den Professoren Martin Melles (Universität zu Köln), Angelika Brandt (Universität Hamburg), Peter Lemke (Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven) und Lothar
Viereck-Götte (Universität Jena) koordinierte Programm fördert jedes Jahr 40 bis 50 Forschungsprojekte mit einem Finanzvolumen von mehr als 3 Mill. Euro. Dabei reicht das
disziplinäre Spektrum von der Biologie über die Ozeanographie und Meteorologie bis hin zur Glaziologie und Geologie. Neben Forschungsprojekten in der Antarktis können auch
vergleichende Studien in der Arktis durchgeführt werden.
Auf dem Arbeitstreffen wurde über die laufenden Forschungsarbeiten in Form von Postern berichtet. Die Präsentationen zeigten eine beeindruckende Qualität der vom
Schwerpunktprogramm geförderten Untersuchungen. Sie liefern einen deutlich sichtbaren Beitrag zu den koordinierten Initiativen, die im laufenden Internationalen Polarjahr
(bis März 2009) betrieben werden. Neue Projektinitiativen wurden mit Kurzvorträgen vorgestellt. Die Koordination dieser Aktivitäten, sowohl bezüglich der wissenschaftlichen
Arbeiten als auch bezüglich einer möglichst effizienten Nutzung der erforderlichen Logistik (Forschungsschiff „Polarstern“, Flugzeuge, Hubschrauber), erfolgte in
Kleingruppen, die abschließend im Plenum über die Ergebnisse berichteten.